Ralf Volker mit "Chartstoffarm - Das Minimalprinzip" (Melodic Techno)





Apple Music - Morgen startet der neue Streamingdienst




Morgen, also am 30. Juni, ist es endlich soweit: Nach Spotify, Deezer, Napster oder vielen anderen startet nun auch der neue Musikstreaming-Dienst von Apple mit dem Titel "Apple Music" in 100 Ländern - darunter auch in Deutschland. Für 9,99 Euro im Monat bekommt der Käufer im Abonnement genau die Musik zum streamen angeboten, die es auch im Apple Store zu kaufen gibt - allerdings mit Abstrichen, denn nicht jeder Titel, den es im Store zu kaufen gibt, wird auch für Apple Music zum streamen verfügbar sein. Dennoch will der Konzern aus Cupertino eine möglichst hohe Anzahl an Titeln anbieten (ca. 30 Millionen Songs und damit ca. 70% aller Titel) und hat dafür bereits Verträge mit den großen Plattenfirmen abgeschlossen, um zum Start des neuen Dienstes sofort ein großes Sortiment anbieten zu können. Des Weiteren ist ab sofort die iTunes Match-Mitgliedschaft im Preis von 9,99 Euro enthalten, mit dem der Benutzer bekanntlich auch seine eigenen Titel, die Apple selbst nicht zur Verfügung stellt, mit in die Cloud laden und somit allen Geräten verfügbar machen kann. Ein kostenloses, werbefinanziertes Modell soll es nicht geben, aber eine Vergünstigung für 14,99 Euro für Familien wird es geben.

Apple Music wird zunächst natürlich als App auf allen eigenen Geräten verfügbar sein - darunter iPhone, iPad oder iPod Touch. Zudem wird aber auch Android mit einer eigenen App versorgt und schließlich ist der Dienst auch über iTunes auf OS X oder Windows nutzbar. Dabei bietet der neue Musik-Service aber nicht nur die Musik selbst an, sondern zusätzlich auch Musikvideos und ein eigens dafür entwickeltes soziales Netzwerk mit dem Titel "Connect", über das die Hörer direkt mit den Künstlern in Kontakt stehen können - sofern der Künstler das Spiel mitspielt.

Qualitativ setzt Apple bei dem neuen Dienst auf das bereits aus dem Store bekannte AAC-Format mit 256 kbit/s und liefert damit eine überdurchschnittliche Qualität ab, während andere Anbieter ihre Titel nur im MP3-Format verteilen. An Spotify gelangt Apple Music damit jedoch nicht heran, da dort für alle Titel OGG mit bis zu 320 kbit/s angeboten wird, was klangtechnisch ein noch mal größeres und höherwertigeres Spektrum verspricht. Ob Apple Music auch die Titel mit dem "Mastered for iTunes"-Siegel beinhaltet, ist noch unklar.
Ein Alleinstellungsmerkmal von Apple Music wird ein eigener, extra dafür gemachter Radiosender mit dem Titel "Beats1", der mit in die App integriert wird, aber auch für Nicht-Abonnenten nutzbar sein wird. Der Sender soll ein 24/7-Liveprogramm mit verschiedenen DJs und Moderatoren aus New York, Los Angeles und London bieten. Zusätzlich zu dieser Funktion soll der Dienst eine neuartige Intelligenz mitbringen, die passende Titel zu dem gerade gespielten automatisch auswählt und auf Wunsch dem Hörer in die Wiedergabeliste einreiht. Angeblich soll der Algorithmus nicht Genre- oder benutzerbasiert arbeiten und keine Statistiken auswerten.

All den guten Nachrichten zum Trotz kam aber in den letzten Tagen auch schon Kritik zum neuen Dienst "Apple Music" auf, denn zum Start wird Apple den Service für jeden angemeldeten Benutzer drei Monate lang kostenlos anbieten. In dieser Zeit sollten zunächst auch Künstler und Labels nicht ausbezahlt werden. Dieses Modell hat Apple allerdings nach heftiger Kritik von Künstlern und Labels wieder verworfen, sodass nun auch während der kostenlosen Probephase gezahlt werden soll. Des Weiteren will Apple aber vergleichsweise deutlich mehr für die gestreamten Titel auszahlen, als es derzeit bei Spotify u.a. der Fall ist. Wie viel das aber tatsächlich sein wird, bleibt noch offen. Außerdem ist noch unklar, ob das kalifornische Unternehmen mit Apple Music die Künstler mit in den Dienst einfließen lassen kann, die bei den anderen Angeboten bisher noch fehlen.


Apple Music-Webseite Grafik: Oversea
Mastered For iTunes-Webseite
Am 29.06.2015 um 12:00 Uhr von Oversea


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  #1   dora maar 30.06.2015 00:53   
Streaming, so auf dem Vormarsch......
Für mich stellt sich die Frage, ob alle heutigen
CD bzw. Download Käufer sich für kostenpflichtige
Abo-Dienste entscheiden werden.
Die Musik Konzerne möchten ja damit erreichen,dass
kostenlose Streaming-Dienste wie z.B. You Tube
verschwinden.
Seht Ihr das auch so?
Ich gehöre zu denjenigen, die Musik lieber ihr eigen
nennen.
Auf ts. de war schon vor einiger Zeit diese
Ankündigung zum Apple Streaming Dienst.
Und es hagelte Kritik, weil man den Dienst
die ersten drei Monate umsonst zur Verfügung stellen
wollte. Blanker Hohn für jeden Künstler.
Dagegen hat sich die Musikerin Taylor Swift erfolgreich
gewehrt.
Mich würde interessieren, wie viel mehr die Künstler
bekommen.








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